Mit dem offenen Doppeldeckerbus eine Tour durch Palma de Mallorca
Mit dem offenen Doppeldeckerbus eine Tour durch Palma de Mallorca
Mit dem offenen Doppeldeckerbus eine Tour durch Palma de Mallorca
Ich bin gerade zurückgeflogen vom Flughafen in Palma, nachdem ich dort ein sehr informatives und aktives Wochenende in der gleichnamigen Hauptstadt verbracht habe. Es gibt soviel zu sehen und zu unternehmen in der Umgebung und man müsste eigentlich viel mehr Zeit haben, als nur ein langes Wochenende.
Weil ich dort nur ein paar Tage verbrachte, wollte ich nicht die Zeit damit verbringen, die Insel zu erkunden und mir ein Auto dafür zu nehmen, also fuhr ich mit dem Bus vom Flughafen direkt ins Herz Palmas (er fährt häufig und ist mit einem Einzelfahrschein für 1.25 Euro für eine halbstündige Fahrt sehr günstig). Eine der besten Möglichkeiten, wie man sich die Sehenswürdigkeiten Palmas im Schnelldurchlauf ansehen kann, habe ich mit dem offenen Doppeldeckerbus, der 15 Stationen an den touristischen Attraktionen ansteuert, gefunden.
Für nur 13 Euro kann man die ganze Zeit, eine Stunde und 20 Minuten, im Bus verbringen, oder an allen Haltepunkten ein- und aussteigen. Das Ticket ist einen ganzen Tag, über 24 Stunden, gültig. Ein Kopfhörerset ist im Preis inbegriffen, so kann die Tour in spanisch, katalanisch, englisch, französisch, deutsch, italienisch, portugiesisch und schwedisch verfolgt werden: Sie brauchen einfach nur das Kabel in das vor Ihnen befestigte Armaturenbrett zu stecken und dann so weit zu drehen, bis Sie Ihre gewünschte Sprache hören können.
Die Busse fahren in einem Intervall von 20 Minuten in der Zeit von Mai bis zum September. Die Abfahrtszeiten sind von 9:30h bis 20:00 Uhr . Während der Nachsaison von Oktober bis zum April beträgt der Intervall 30 Minuten, Abfahrtszeiten von 09:30 Uhr bis 19:00 Uhr.
Ich stieg an der Anfangshaltestelle im Stadtzentrum an der Avda. Antonio Maura (Placa de la Reina), zu. Von dort aus gelangt man bequem zur Kathedrale und zum Almundaina Palast. Der Bus fährt durch den Paseo del Bourne, an der Einkaufsstraße Juan Carlos I, entlang und dann direkt ins Zentrum Plaza Espana. Die aktuelle Fahrtroute und die Haltepunkte sind: Muelle Commerciale, Placa de la Reina, Placa Joan Carles 1, La Rambla / Carrer dels Oms, Placa de Espanta, Avinguda Alexandre Rosello, Avinguda Gabriel Alomar i Villalonga, Avinguda Gabriel Roca, Poble Espanyol, Castell de Bellver, Placa de Gomila, Avinguda Joan Miro, Estacion Maritima, Avinguda Gabriel Roca und Avinguda Rei Jaume 111.
Höhepunkte für mich waren der Poble Espanyol und das Kastell Bellver: Poble Espanyol ist ein hervorragender Ort für Interessenten der spanischen Architektur, weil man in diesem Teil Palmas Nachbauten alter Häuser aus Cordoba, Toledo und Madrid bewundern kann, in Eintracht mit solchen im typisch regionalen, spanischen Stil. In der Arena werden jeden Sonntag während des Sommers Stierkämpfe ausgetragen und vieles erinnert hier an die Alhambra on Granada, den Torre de Oro in Seville oder El Greco’s House in Toledo. Es ist ein stimmungsvoller Ort um hier entlang zu schlendern und alles in sich aufzunehmen.
Das Kastell Bellver ist die nächste Station und auf die Spitze eines Hügels eingefügt, von wo aus die ganze Hafensilhouette der Bucht von Palma sichtbar ist. Genießen Sie einen unvergeßlichen Rundblick über die Insel, das Wort “Bellver” entstammt der alten katalanischen Sprache und bedeutet “schöne Aussicht”
Es ist ein rundes Kastell und wurde im 14. Jahrhundert für König James II von Aragon erbaut. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde es als Militärgefängnis genutzt und ist so gut erhalten, daß man kaum glauben mag, es stehe hier schon über 700 Jahre. Es ist einzigartig unter den spanischen Burgen: vollkommen rund gebaut, mit drei großen Türmen um einen geräumigen Innenhof und durch einen Bogen mit einem freistehenden Bergfried verbunden. Der Hof ist in zwei Ebenen unterteilt. Der untere Teil hat viele Halbbögen und ein flaches Dach, wohingegen die obere Ebene gotische Bögen und Rippenverstrebungen hat. Um einen ganzen Eindruck dieser Schönheit zu bekommen, muß man um den Burggraben herumgehen, auf ein Dach klettern und in den Innenhof herunterschauen, um die verschiedenen kontrastreichen Baustile zu vergleichen.
Abschließend gehen Sie nur einige Meter den Hügel hinunter, um den Bus zu nehmen, der dann den Rückweg in die Stadt antritt, vorbei an der Uferpromeande und durch den Fährhafen.
Am Ende dieser Tour hatte ich einen guten Überblick über Palma bekommen und noch genügend Zeit, um die atemberaubende Kathedrale Seu zu besichtigen, die einladend den Anfang der Altstadt bildet, gemeinsam mit den Museen, die ich im Vorbeigehen gesehen habe.


